Alternative zum Töten männlicher Küken
Das Töten frisch geschlüpfter männlicher Küken ist eine der umstrittensten Praktiken in der Tierzuchtindustrie. Die kleinen Hähne sind weder für die Eierindustrie von Nutzen, da sie keine Eier legen, noch für die Fleischindustrie, da sie weniger Fleisch ansetzen als Hühner, die speziell für die Fleischproduktion gezüchtet werden. Diese sogenannten Eintagsküken werden zumeist durch Gas erstickt oder lebendig geschreddert.
Während diese Praktik bei den Verbraucher*innen schon immer auf Unverständnis und Widerstand gestoßen ist, ändern einige Länder nun endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Schweiz hat zumindest das Schreddern der männlichen Küken bereits verboten. Und Deutschland und Frankreich haben sich verpflichtet, das Kükentöten gänzlich bis Ende 2021 zu beenden.
Erfahrt mehr über die Alternativen: https://animalequality.de/kampagnen/in-ovo-sexing
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Animal Equality ist eine internationale Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, Grausamkeit in der Massentierhaltung zu beenden.
Unser Team für Unternehmenskampagnen unterstützt Unternehmen dabei, nachhaltige Tierschutzrichtlinien in der Massentierhaltung umzusetzen und bewegt sie dazu, Tiere nicht mehr als bloße Ware zu sehen.
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Transcript (German — de-x-autogen)
Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 50 Millionen
männliche Küken in der Eierindustrie getötet,
weil sie von der Lebensmittelindustrie schlichtweg als
wertlos betrachtet werden.
Als globales Problem betrifft dies weltweit bis zu 8
Milliarden Tiere.
Männliche Küken, genauso wie Kälber in der Milchindustrie,
gelten als unwirtschaftlich.
Sie werden am ersten Tag ihres Lebens ohne jede Form von
Betäubung getötet,
entweder mit Kohlendioxid erstickt oder lebendig
geschreddert.
Diese Praxis ist legal,
wird aber von der Öffentlichkeit als grausam verurteilt.
Das Bundesverwaltungsgericht hat im Juni 2019 in seinem
Grundsatzurteil erklärt,
dass das Töten männlicher Küken zwar nicht mit dem
Grundgedanken des Tierschutzgesetzes vereinbar ist,
übergangsweise jedoch noch fortgesetzt werden darf.
Und zwar so lange,
bis alternative Verfahren flächendeckend zur Verfügung
stehen, mit denen das Geschlecht eines Embryos noch um
Hühnerei bestimmt werden kann.
Die Bundesregierung selbst hatte ihren Ausstieg immer wieder
verschoben.
Ende 2021 soll endlich Schluss sein.
Wir freuen uns, dass zahlreiche Technologieunternehmen an
Alternativen arbeiten und bereits enorme Fortschritte
gemacht haben, um diese Praxis endlich zu beenden.
Zudem begrüßen wir es,
dass sich führende Lebensmittelunternehmen wie Unilever und
United Act Producers selbst verpflichtet haben,
an einem Ende dieser grausamen Praxis mitwirken zu wollen.
Erst kürzlich hat sich Aldi zu einem Ende des Küken-Tötens
für sein Eiersortiment bekannt.
In Rewe, Penny,
Edeka und Marktkaufmärkten werden seit einiger Zeit bereits
Eier ohne Küken töten verkauft.
Animal Equality möchte dabei helfen,
diesen wichtigen Schritt hin zu weniger Leid von Millionen
von Tieren zu gehen.
Wir werden die Öffentlichkeit weiter aufklären und unser
Team für Unternehmenskampagnen möchte Unternehmen dabei
unterstützen,
technologische Alternativen voranzubringen und zu nutzen.
Gemeinsam können wir etwas erreichen.
Teilt unsere Beiträge und informiert eure Mitmenschen.
Für die Küken.