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Alternative zum Töten männlicher Küken

In-ovo-Geschlechtsbestimmung

Das Problem

Weltweit werden jedes Jahr bis zu acht Milliarden männliche Küken getötet, die in der Eierindustrie geboren werden. In der Europäischen Union betrifft die Tötung männlicher Küken jährlich 330 Millionen Tiere, in Deutschland sind jedes Jahr bis zu 50 Millionen Hähne betroffen. Dies entspricht mehr als 100.000 männlichen Küken am Tag – allein in Deutschland.

Die Alternativen

Unterschieden werden grundsätzlich drei verschiedene Ansätze: Die Geschlechtsbestimmung im Brutei (In-ovo-Geschlechtsbestimmung), die Aufzucht der männlichen Küken zur Fleischgewinnung (Bruderhahnmast) und die Züchtung von Zweinutzungsrassen. Sowohl die Mast der Bruderhähne als auch die Zucht des Zweinutzungshuhns werden bereits in gewissen Umfängen praktiziert (vor allem im Biosektor).

Der gängige Ansatz ist, das Geschlecht der Küken noch im Ei zu bestimmen mit dem Ziel, die männlichen Küken gar nicht erst schlüpfen zu lassen. Animal Equality begrüßt es, dass bereits zahlreiche Technologieunternehmen an Alternativen zur Geschlechtsbestimmung im Brutei arbeiten und bereits enorme Fortschritte gemacht haben.

Die ersten Unternehmen senden bereits bedeutsame Signale an die Verbraucher*innen, die zunehmend mehr Transparenz und Respekt für das Wohlergehen der Tiere bei der Produktion ihrer Lebensmittel wünschen. Unilever und die US-Handelsgruppe United Egg Producers haben sich selbst verpflichtet, die Entwicklung von Alternativen zum Kükentöten zu unterstützen und diese zu nutzen, sobald sie kommerziell verfügbar sind.

Das deutsche Unternehmen Seleggt ist der bisher einzige Produzent von “tötungsfreien” Eiern. Diese werden seit 2018 in Deutschland über das Respeggt-Label verkauft und derzeit in Rewe-, Penny- Edeka- und Marktkauf-Märkten angeboten. Diese Eier sind nun auch in Frankreich und den Niederlanden erhältlich. Erst kürzlich hat sich Aldi zu einem Ende des Kükentötens für sein Eiersortiment bekannt.

Animal Equality möchte dabei helfen, diesen wichtigen Schritt hin zu weniger Leid von Millionen von Tieren zu gehen. Unser Team für Unternehmenskampagnen möchte Unternehmen dabei unterstützen, alternative Technologien voranzubringen und zu nutzen. In diesem Report haben wir relevante Informationen zu den verschiedenen Technologien zur Geschlechtsbestimmung im Brutei zusammengefasst. Er steht hier zum Download bereit:

Über den Report

Dieser Report soll über die Problematik des in der Praxis üblichen Kükentötens informieren und über den derzeitigen Stand der Geschlechtsbestimmung im Brutei als eine Alternative aufklären. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und muss immer im Kontext des Erscheinungsdatums gesehen werden, da die Forschung voranschreitet und vermeintlich aktuelle Informationen rasch veralten. Trotz sorgsamer Recherche kann keine Garantie auf die Richtigkeit des Inhaltes gegeben werden.

Stand: Juli 2020