iAnimal mit Thomas D: Literweise Leid – 360° Virtual Reality

· 7 Minuten · Vimeo

„Durch die Augen eines Schweins“ ermöglicht es Zuschauer*innen, das Leben eines Schweins in der Tierindustrie aus dessen Perspektive zu erleben. Das Virtual-Reality-Video zeigt die verschiedenen Phasen im Leben eines Schweins, von der Geburt bis hin zur Schlachtung.

„Durch die Augen eines Schweins“ ist die erste Veröffentlichung aus Animal Equalitys Virtual-Reality-Projekt iAnimal. Im Jahr 2016 haben wir damit in Deutschland den Webvideopreis in der Kategorie „360°“ gewonnen.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Animal Equality ist eine internationale Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden.

Wir verbreiten in acht Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten Informationen und Hilfestellungen für einen tierleidfreien Lebensstil und inspirieren Menschen dazu, ihre Ernährungsweise zugunsten der Tiere zu verändern.

Neben Deutschland sind wir auch in den USA, Großbritannien, Italien, Spanien, Mexiko, Brasilien und Indien aktiv.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Abonniere unseren Kanal, damit du die nächsten Recherchen und Videos nicht verpasst: youtube.com/c/AnimalEqualityGermany/

Mehr unter:
www.animalequality.de
www.animalequality.org
www.loveveg.de
www.loveveg.org

Facebook:
www.facebook.com/AnimalEqualityGermany

Instagram:
www.instagram.com/animalequality_de

Twitter:
www.twitter.com/AE_Germany

Categories Allgemein
Transcript (German — de)

Hallo, ich bin Thomas D
von den Fantastischen Vier.
Glaub mir, ich hab in meinem Leben
schon viel erlebt und viel gesehen.
Aber das, was ich dir jetzt zeigen will,
war selbst für mich neu.
Bitte begleite mich
auf dieser einzigartigen Recherche.
Nicht nur um zu sehen,
was täglich vor uns geheim gehalten wird,
sondern um es
durch die Augen eines Tieres zu sehen.
Du weißt nicht, warum du hier bist.
Aber du bist hinter Gittern.
Um dich herum siehst du
zahllose andere wie dich.
Links neben dir
sucht jemand hilflos Trost.
Solange du denken kannst,
ist es so gewesen.
Du wurdest in einem Käfig in den
Exkrementen deiner Mutter geboren.
Doch sie kann nichts dafür,
sie hatte nie eine Wahl.
In dem einzigen Monat, in dem du bei ihr
warst, lag sie eingepfercht am Boden.
Ohne sich bewegen zu können,
ohne dir ihre Liebe geben zu können.
Viele deiner Geschwister überleben
in diesem Nährboden für Krankheiten
nicht mal eine Woche.
* Quieken *
Wenn du es bis dahin schaffst,
werden dir die Zähne abgeschliffen,
dein Ringelschwanz amputiert,
und du wirst kastriert.
Alles ohne Betäubung.
Ohne jegliche medizinische Versorgung
landest du wieder im dreckigen Käfig,
in dem du geboren wurdest.
Du wirst hier niemals frische Luft atmen.
Niemals frisches Wasser trinken.
Nie warme Sonnenstrahlen spüren.
Deine Strafe ist härter
als die der abscheulichsten Verbrecher.
Dein Verbrechen ist es,
geboren worden zu sein.
Als hättest du eine Wahl gehabt.
Wenn du als Mädchen geboren wirst,
widerfährt dir das Gleiche
wie deiner Mutter.
Du wirst gegen deinen Willen
immer wieder künstlich befruchtet,
dir werden alle deine Kinder genommen.
Immer und immer wieder.
Solange wie du profitabel bist.
Das Gleiche
wird deinen Töchtern passieren.
Wenn du für die Zucht nicht geeignet bist
oder als Junge geboren wirst,
kommst du in einen Mastbetrieb.
Hier lebst du die nächsten 5 Monate
in einem engen überfüllten Stall.
Es gibt nichts zu tun, nichts zu erkunden,
nichts zum Spielen.
Langeweile und Frustration
machen dich verrückt.
Einige drehen durch, sie beißen
und verletzen sich gegenseitig.
Viele erliegen ihren Wunden
oder einer der zahllosen Krankheiten,
die in diesen
unhygienischen Zuständen gedeihen.
Wenn du den Mastbetrieb überlebst,
musst du erkennen,
dass diese ersten 6 Monate deines Lebens
deine letzten waren.
Dein nächster und letzter Halt:
der Schlachthof.
Dort im dichten Gedränge
siehst du die Körper derer,
die nur Momente vor dir hier ankamen.
Aufgereiht und blutend.
Du siehst machtlos zu,
wie sie einer nach dem anderen
mit einem Elektroschock betäubt werden.
Zumindest bis sie an einem Bein
aufgehangen wurden.
Dann bist du an der Reihe.
Wie so viele andere vor dir
bist du bei vollem Bewusstsein,
als dir die Kehle aufgeschlitzt wird.
Du schreist und schlägst um dich,
bis das Leben aus dir gewichen ist.
Du musst die Welt nicht durch
die Augen eines Schweines sehen,
um das Unrecht
und die Grausamkeit zu erkennen.
Aber du kannst es beenden.
Bitte, streiche Fleisch
von deiner Speisekarte.