„Warum will ALDI Süd nicht, dass du DAS siehst?“: Der Blick in den Briefkasten führt zehntausenden Menschen die Doppelmoral von ALDI Süd vor Augen.
Tierschutzorganisation Animal Equality klärt mit Postwurfsendung rund um ALDI Süds Hauptsitz über tierquälerische Haltung in den Zulieferbetrieben der US-Filialen auf
Zehntausende Menschen rund um die Unternehmenszentrale von ALDI Süd in Mülheim an der Ruhr und Umgebung fanden in den vergangenen Tagen eine alarmierende Nachricht über den bekannten Discounter in ihren Briefkästen. Die internationale Tierschutzorganisation Animal Equality hat eindringliche Flyer mit der Frage „Warum will ALDI Süd nicht, dass du DAS siehst?“ verschickt, die die Doppelmoral des Unternehmens aufzeigen. Während ALDI Süd sich in Deutschland als Vorreiter in Sachen Tierschutz positioniert, leiden Hühner und Mutterschweine in den Zulieferbetrieben der US-Filialen unter schlimmsten Haltungsbedingungen, die in dieser Form in Deutschland sogar verboten sind.
Berlin, 06.08.2025
Hühner sind in engen Käfigen und Schweine sind in Kastenständen gefangen. Das sind die Haltungsbedingungen, unter denen Tiere in den Lieferketten von ALDI Süds US-Filialen leiden – Bedingungen, die so tierquälerisch sind, dass sie in dieser Form in Deutschland illegal sind. Die Mutterschweine können sich monatelang nicht einmal umdrehen. Die Käfige sind kaum größer als ihr eigener Körper und führen häufig zu schmerzhaften Druckgeschwüren und Wunden. Die Schweine können dabei keine natürlichen Bedürfnisse ausleben, weshalb sie oft unter schwerwiegenden Verhaltensstörungen leiden. Und auch die Hühner für die Eierproduktion verbringen in den Zulieferbetrieben der US-Filialen des Discounters fast ihr ganzes Leben in sogenannten Legebatterien. Viele Tiere leiden an Verletzungen und Krankheiten. In den engen Käfigen hat jedes Huhn weniger Platz als ein DIN-A4-Blatt. Das heißt, sie können weder ihre Flügel ausbreiten, geschweige denn ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben.
„Schluss mit der Doppelmoral, ALDI Süd!“
„Die unwürdigen Haltungsbedingungen von Schweinen und Hühnern in den Zulieferbetrieben von ALDI Süds US-Filialen sind nicht mit den Werten und der Stellung des Unternehmens in Deutschland vereinbar und zudem in Deutschland in dieser Form illegal. Sie sind inakzeptabel – auch in den USA“, unterstreicht Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality in Deutschland. „Wir fordern: Schluss mit der Doppelmoral, ALDI Süd!”
In Deutschland positioniert sich ALDI Süd als Vorreiter in Sachen Tierschutz. Doch ein Blick auf den internationalen Markt offenbart, welchen Stellenwert das Wohlergehen von Tieren bei dem Discounter wirklich hat. In den USA – wo die Unternehmensgruppe mittlerweile die meisten Filialen weltweit betreibt – verkauft das Unternehmen noch immer Eier von Hühnern und Fleisch von Schweinen aus Käfighaltung. „Dass es in den USA auch anders geht, beweisen zahlreiche namhafte Wettbewerber von ALDI Süd, die die von uns geforderten Maßnahmen bereits umgesetzt haben“, so Raith. „ALDI Süd hat die Möglichkeit und die Verantwortung, das Leben von Millionen von Tieren zu verbessern – doch der Discounter bleibt untätig!“
Großangelegte Kampagne „ALDI: Eine Frage der Haltung“
Animal Equality setzt sich seit 2023 mit der Kampagne „ALDI: Eine Frage der Haltung“ dafür ein, dass ALDI Süd höhere Tierschutzstandards in den USA einführt. Bisher gibt es jedoch keine ernsthaften Anstrengungen seitens ALDI, konkrete Verbesserungen für die Tiere umzusetzen, berichtet Raith. „Wir fordern ALDI Süd auf, die Käfighaltung in den Zulieferbetrieben seiner US‑Filialen zu beenden. Doch unsere Gespräche mit der Führungsebene von ALDI Süd blieben bisher ohne Ergebnis.“ Deshalb hat die Tierschutzorganisation ihre Kampagne mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Aktionen intensiviert – in Deutschland und den USA.
Die Tierschützer*innen zeigen das Leid der Schweine und Hühner bei Filialeröffnungen, mit Zeitungsanzeigen und Protestaktionen. Auch rund um Mülheim an der Ruhr ist es nicht die erste Aktion von Animal Equality. Unter anderem machten die Aktivist*innen während ihrer Roadshows im vergangenen Jahr durch 13 Städte in Deutschland Halt in der Ruhrtalstadt. Durch einen gläsernen Truck konnten die Menschen einen echten Kastenstand für Schweine sehen und sich damit ein reales Bild über das Leid der Tiere machen.
„Tausende Menschen unterstützen bereits unsere Forderung, indem sie unsere Petition unterschreiben und selbst aktiv werden. Auch Mitarbeitende des Unternehmens haben sich an uns gewandt und sind schockiert über das Handeln von ALDI Süd“, sagt Raith. „Wir werden nicht aufhören, auf diese inakzeptable Doppelmoral des Discounters aufmerksam zu machen und unsere Forderung für ein Ende der Käfighaltung in den Zulieferbetrieben von ALDI Süds US-Filialen kontinuierlich weiter zu stärken.“
Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Pressevertreterin Daniela Fiegel jederzeit per E-Mail an [email protected] sowie telefonisch unter +49 (0)176 30040894 zur Verfügung.
Besuchen Sie gerne auch unsere Kampagnenseite animalequality.de/aldi.
Fotos und weitere Informationen:
Bildname:
04_BILD_Huhn.tif
05_BILD_Mutterschwein.tif
Bildnachweis für beide Bilder: ©Aitor Garmendia / Animal Equality / Abbildungen beispielhaft. Nur für redaktionelle Berichterstattung im Zusammenhang mit der Kampagne gegen ALDI Süd von Animal Equality.
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Über ALDI Süd
ALDI wurde 1913 von Karl Albrecht in Deutschland gegründet und gehört heute zu den 10 größten Handelsunternehmen weltweit. Seine beiden Söhne führten das Unternehmen ab 1945 weiter. Im Jahr 1961 beschlossen die Albrecht-Brüder, getrennte Wege zu gehen und das Unternehmen in ALDI Nord und ALDI Süd aufzuteilen. ALDI Süd ist in vielen Ländern auf mehreren Kontinenten vertreten. Allein in den USA zählt der Discounter nach eigenen Angaben mehr als 2300 Filialen.
Über Animal Equality
Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenlose pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und der Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.
Pressekontakt Animal Equality
Animal Equality Germany e.V.
Daniela Fiegel
[email protected]
+49 (0)176 30040894





