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Fortschritt nach Kampagne: Ahold Delhaize schafft Käfige für Hühner und Schweine ab

Nach einer einjährigen Kampagne von Animal Equality und weiteren Tierschutzorganisationen verpflichtet sich Ahold Delhaize, schrittweise Käfige für Millionen Hühner und tausende Mutterschweine in seinen US-Lieferketten abzuschaffen. Dem Lebensmittelgiganten aus den Niederlanden gehören in den USA große Supermarktketten wie Stop & Shop, Giant Food, Hannaford und Food Lion. Das Ende der Käfighaltung soll bis 2028 für Schweine und bis 2032 für Hühner vollständig umgesetzt werden.
März 4, 2026
Hühner in Käfigen
Foto: Andrew Skowron
Hühner in Käfigen
Foto: Andrew Skowron

Die Kampagne von Animal Equality und weiteren Tierschutzorganisationen zeigt Wirkung: Der internationale Lebensmittelkonzern Ahold Delhaize hat sich jetzt offiziell verpflichtet, Käfige für Hühner und Schweine in seinen US-Lieferketten abzuschaffen. Die Ankündigung folgt auf eine einjährige Kampagne von Tierschutzorganisationen. Animal Equality hatte weltweite Proteste gegen die Tierquälerei in den Lieferketten des Unternehmens koordiniert.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Ahold Delhaize seine Produkte künftig von Zulieferern beziehen, die keine Tiere mehr in Käfigen halten. Zusätzlich hat der Konzern zugesagt, jährliche Fortschrittsberichte zu veröffentlichen, um die Umsetzung der Versprechen transparent und überprüfbar zu machen. Schätzungen zufolge wird diese Verpflichtung das Leben von etwa 5 bis 7 Millionen Hühnern in der Eierindustrie sowie von tausenden weiblichen Schweinen, die zur Zucht eingesetzt werden, beeinflussen.

„Ahold Delhaize tut das Nötige, indem einer der grausamsten Praktiken der industriellen Tierhaltung ein Ende gesetzt wird. Wir begrüßen diese Ankündigung und fordern die Konkurrenten Kroger und Target auf, diesem Schritt zu folgen.“

— Sharon Núñez, Präsidentin von Animal Equality

Veränderungen bei großen US-Supermarktketten

Die neuen Standards werden in der gesamten US-Handelskette von Ahold Delhaize gelten. Dazu gehören unter anderem die großen Supermarktmarken Stop & Shop, Giant Food, Hannaford und Food Lion.

Außerdem hat das Unternehmen zugesagt, ab 2026 klarere Kennzeichnungen für käfigfreie Produkte in seinen US-Filialen einzuführen, damit Verbraucher*innen entsprechende Produkte leichter erkennen können. Die Umstellung in den Lieferketten wird über mehrere Jahre schrittweise erfolgen: Für Schweine soll ein vollständiges Verbot von Käfigen bis 2028 greifen, für Hühner soll die Umstellung auf käfigfreie Haltungsformen bis 2032 abgeschlossen sein.

Eine internationale Kampagne für Tiere

Die Kampagne von Animal Equality umfasste sowohl die Konfrontation mit Investor*innen und Aktionär*innen, Gespräche mit dem Unternehmen selbst als auch öffentlichen Druck durch Protestaktionen und die Veröffentlichung von Rechercheaufnahmen aus der Lieferkette von Ahold Delhaize.

Protestaktionen fanden in zahlreichen Städten in den USA statt, darunter Portland, Chicago, Dallas, New York City, Quincy und Rosemont. Gleichzeitig beteiligten sich Aktivist*innen weltweit an den Aktionen, unter anderem in São Paulo, Kopenhagen, Berlin, Hamburg, Holzminden, Mexiko-Stadt, Mailand, Zaandam, Amsterdam, Madrid und London.

Die Kampagne wurde von mehreren Tierschutzorganisationen und Aktivist*innen aus verschiedenen Ländern unterstützt, die sich gemeinsam gegen die Tierquälerei in der Lieferkette des Konzerns gestellt haben.

„Dieses Versprechen ist ein Schritt vorwärts in unserer Arbeit, Tierquälerei zu beenden. Wir möchten die vielen Organisationen in den USA und weltweit anerkennen, deren Einsatz diese Ankündigung möglich gemacht hat.“

— Sharon Núñez, Präsidentin von Animal Equality

Warum dieser Schritt für Tiere wichtig ist

Käfige werden in der industriellen Tierhaltung eingesetzt, um möglichst viele Tiere auf geringer Fläche unterzubringen. Für die Tiere bedeutet das extreme Bewegungseinschränkung, monotone Umgebung und massiven Stress – ihre körperlichen Bedürfnisse und natürlichen Verhaltensweisen werden systematisch unterdrückt. Tierschutzorganisationen kritisieren diese Haltungssysteme seit Langem als besonders grausam.

In den USA haben inzwischen fast ein Dutzend Bundesstaaten Gesetze beschlossen, die Käfige einschränken oder verbieten. Auch in der Europäischen Union, wie in den Niederlanden, in denen Ahold Delhaize seinen Hauptsitz hat, gibt es vergleichbare Regelungen und Beschränkungen. Mit dieser Vereinbarung reiht sich Ahold Delhaize in eine wachsende Gruppe großer Handelsunternehmen und Restaurantketten ein, die versuchen, auf die wachsende öffentliche Nachfrage nach besseren Standards für Tiere zu reagieren.

Wie es weitergeht

Animal Equality wird den Dialog mit Ahold Delhaize fortsetzen, um die Fortschritte zu überwachen und sicherzustellen, dass das Unternehmen seine Verpflichtungen gegenüber den Tieren einhält. Gleichzeitig ruft Animal Equality Konsument*innen, Investor*innen und politische Entscheidungsträger*innen dazu auf, stärkere Standards in der gesamten Lebensmittelindustrie zu unterstützen und sich gegen die grausamsten Praktiken der industriellen Tierhaltung zu stellen – mit dem langfristigen Ziel, Tierquälerei zu beenden.

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