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Neuigkeiten

Bundesrat: Videoüberwachung in Schlachthöfen

März 15, 2019 Aktualisiert: 15. März 2019

Um eine Gesetzgebung zur verbindlichen Videoüberwachung in allen Schlachthöfen Deutschlands zu veranlassen, hat der Bundesrat heute Vormittag, der Initiative Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens folgend, für eine entsprechende Aufforderung der Bundesregierung gestimmt. Durch die Entwicklung von transparenten gesetzlichen Vorgaben zur kameragestützten Überwachung sollen bundesweit einheitliche Bestimmungen geschaffen werden, die sicherstellen sollen, dass wenigstens Tierschutz-Mindeststandards in den Schlachthöfen eingehalten werden. Standardisierte Überwachungssysteme würden zuständigen Veterinär*innen jederzeit den Zugriff auf das von den Kameras aufgezeichnete Bildmaterial und so eine Kontrolle des Geschehens in den Schlachthöfen erlauben. Dadurch könnten Tierschutzverstöße besser dokumentiert und geahndet und für viele Tiere unnötiges Leid verhindert werden. Dem Entschluss des Bundesrats folgend, liegt es nun an der Bundesregierung, in Zusammenarbeit mit den Ländern einen passenden Gesetzesvorschlag zu entwerfen. Quellen:

  1. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (15.03.2019). Bundesrat fordert Videoüberwachung auf Schlachthöfen.

Aktuellste Neuigkeiten
1. Juli 2026

Es ist dringend: Die EU-Kommission veröffentlicht Anfang Juli die „Strategie für Nutztierhaltung“ (Livestock Strategy). Sie wird die Richtung vorgeben, ob der für das vierte Quartal 2026 geplante Legislativvorschlag zum Tierschutz verbindliche Maßnahmen wie ein Käfigverbot enthält. Deswegen sind wir auch im Juni in Brüssel auf die Straße gegangen, um unsere Forderungen für die Tiere unübersehbar zu machen – noch lauter, noch stärker und mit noch mehr Menschen denn je.
18. Juni 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Jetzt haben wir gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Und auch du kannst dich jetzt gegen Käfige starkmachen.
16. Juni 2026

Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachthof veröffentlicht. Die über 200 Tiere wurden zuvor in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut herausströmt. Wir haben Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Tierschutzverstöße erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.