Animal Equality veröffentlicht Recherche in Pferdeschlachthof

Spanien

Die Bilder, die wir mit vollem Einverständnis der Verantwortlichen des Schlachthofs Calahorra aufgenommen haben, zeigen die Tötung und Zerlegung von etwa zweijährigen Jungtieren, die zur Fleischgewinnung aufgezogen und deren Felle in der Bekleidungsherstellung verwendet wurden.

Fotogalerie der Recherche:

Die Pferde, die seit dem Vortag in einem Stall verharrten, zeigten deutliche Anzeichen von Stress und Angst vor der Schlachtung. Die Schlachter jedoch waren dem Leiden der Tiere gegenüber vollkommen unempfindlich. Einer der Mitarbeiter, dessen Gesicht mit Blut bespritzt war, scherzte sogar, als er den unvermeidlichen Ausdruck von Schmerz auf dem Gesicht einer der Ermittler entdeckte, dass ihm in all dieser Zeit noch nie ein Tier Leid getan hätte, was er getötet habe.

Die spanische Tageszeitung ‘El Mundo’ widmete unserer Recherche in Pferdeschlachthöfen eine doppelseitige Reportage in ihrer Beilage „Crónica“.

 

Der Verantwortliche der Schlachtanlage erklärte gegenüber den Ermittlern, dass viele, die dort anfingen zu arbeiten, dies nicht länger als einen Tag aushielten, weil sie nicht in der Lage waren, den Geruch des Blutes und die Schreie der Tiere zu ertragen, sobald ihnen der Hals aufgeschlitzt wurde.

In Deutschland wird Pferdefleisch in zahlreichen Metzgereien und Restaurants angeboten. Einige traditionell deutsche Gerichte, wie der Rheinische Sauerbraten, bestehen in der Regel aus Pferdefleisch. Jährlich werden in deutschen Schlachthöfen rund 15.000 Pferde für den Fleischkonsum umgebracht (Stand 2001), doch viele Pferde werden auch aus Deutschland auf Tiertransportern ins Ausland gefahren, um dort getötet zu werden. 

Oft werden diese Tiere nachdem sie jahrelang in Reitbetrieben, für Pferderennen oder private Zwecke ausgebeutet wurden, und für die „Besitzer“ keinen Wert mehr haben, an Schlachtbetriebe verkauft, um dort umgebracht zu werden.

 


Animal Equality ist eine internationale Tierrechtsorganisation, die sich durch Undercover-Recherchen, Kampagnen und Bildungsprogramme für den Schutz von Nutztieren einsetzt. Neben Deutschland sind wir auch in den USA, Großbritannien, Italien, Spanien, Mexiko, Brasilien und Indien aktiv. Unterstützen Sie unsere Arbeit: Jetzt Mitglied werden.