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Küken in der Eierindustrie
Küken in der Eierindustrie

So ist es, als Huhn in der Eierindustrie zu leben


Über 45 Millionen sogenannte Legehennen werden jedes Jahr allein in der deutschen Eierindustrie ausgebeutet – nur für den kurzen Genuss der Menschen. Pro Jahr isst hierzulande statistisch jeder Mensch durchschnittlich rund 250 Eier. Die Hälfte davon meist unbewusst in Fertigprodukten, Backwaren und Soßen. Jedes dieser Eier bedeutet Leid – wie muss es sein, ein Huhn in der Eierindustrie zu sein?

Die Eierindustrie ist ein grausamer Kreislauf des Leids und endet mit einem gewaltvollen Tod.

Wie fühlt es sich an, in dieses System hineingeboren zu werden, ohne die Möglichkeit, dem zu entkommen?

Der einzige Grund, weshalb die Industrie dich „produziert“ hat: Du sollst Eier legen, immer mehr, täglich, bis dein Körper zusammenbricht.

Die folgenden Schilderungen sind ein Beispiel für verschiedene Schicksale von sogenannten Legehennen. Die beschriebenen Haltungsbedingungen und Zustände spiegeln den überwiegenden Standard in der Eierindustrie wider.

Küken in Eierindustrie

Du kommst in einem Hühnerschlupfbetrieb mit tausenden anderen Küken zur Welt. Um dich herum piepsen sie verzweifelt. Und auch du suchst nach Nähe und Wärme. Aber da ist keine Mutter, in deren Gefieder du dich kuscheln kannst – und du wirst sie auch niemals kennenlernen.

Noch am ersten Tag deines Lebens wirst du über Förderbänder geschleudert und zu den anderen weiblichen Tieren in eine Kiste gepackt. So wirst du zu einem Aufzuchtbetrieb transportiert. Die Enge, das Gedränge, die Angst – das ist dein Einstieg ins Leben.

Hier verbringst du die ersten 18 Wochen deines Lebens. Du wächst heran, um dich herum Tausende andere Jungtiere. Die Halle ist laut, das Licht künstlich. Du kennst keine Ruhe, keine Geborgenheit.

Huhn in der Eierindustrie
Foto: Andrew Skowron

Dann der nächste Transport. Wieder wirst du eingefangen, in eine Kiste gepackt und auf einen Transporter verladen. Manchmal dauert die Fahrt mehrere Stunden. Du hast Angst, bist gestresst, weißt nicht, was mit dir geschieht.

Im Legebetrieb verbringst du den Rest deines kurzen Lebens. Du teilst dir in einer riesigen Halle einen Quadratmeter mit bis zu neun anderen Tieren.

Die Luft ist stickig, der Ammoniakgeruch von den Ausscheidungen Tausender Hühner brennt in deinen Augen und Atemwegen. Jeder deiner Atemzüge tut weh.

Du legst fast täglich ein Ei. Tag für Tag, Monat für Monat, ohne Pause. Etwa 300 Eier pro Jahr – mehr als das Fünfzehnfache dessen, was ein nicht extra für die Eierindustrie gezüchtetes Huhn natürlicherweise legen würde (etwa 20 Eier pro Jahr).

Dein Körper wurde durch jahrzehntelange Züchtung darauf programmiert, diese unnatürlich extreme „Leistung“ zu erbringen. Dadurch wird deinem Körper so viel Kalzium entzogen, dass du Osteoporose entwickelst. Deine Knochen werden brüchig und brechen.

Jede Bewegung schmerzt. Du kannst nicht mehr richtig aufstehen und auch nicht mehr zu den Sitzstangen fliegen.

Huhn in der Eierindustrie

Du hast kahle Stellen im Gefieder – teils durch die ständige Reibung an Gittern und anderen Hennen, teils weil gestresste Artgenossinnen dir die Federn auspicken.

Du hast Entzündungen am Legeapparat. Manche Hennen leiden an Legedarmvorfall – ihre inneren Organe treten aus dem Körper heraus. Die Schmerzen sind unerträglich.

Nach etwa 12 bis 18 Monaten bist du „verbraucht“. Deine Eiproduktion lässt nach – du bist für die Industrie nicht mehr profitabel – obwohl du bis zu 15 Jahre alt werden könntest.

totes Huhn in der Eierindustrie

Du wirst gewaltsam an deinen Beinen gepackt und kopfüber in eine enge Transportkiste geschleudert. Du hast Angst. Zusammengepfercht mit deinen Artgenossinnen und ohne Zugang zu Wasser oder Futter wirst du anschließend mit einem Transporter etliche Stunden zum Schlachthof gefahren.

Dort angekommen riechst du Blut und hörst die Schreie anderer Hühner. Dann bist du selbst an der Reihe. Unter grausamen Bedingungen wirst du betäubt und getötet.

Es ist unvorstellbar, was Hühner in der Eierindustrie erleiden müssen.

Jedes Ei bedeutet Leid

Die Hühner werden systematisch ausgebeutet – egal in welcher Haltungsform. Entscheide dich konsequent dagegen.

Es gibt unzählige pflanzliche Alternativen für Eier:

Beim Backen: Apfelmus, Leinsamen, Chiasamen, Banane, Seidentofu, Ei-Ersatzpulver
Für Rührei: Tofu-Rührei, Kichererbsenmehl-Omeletts
Fertigprodukte: Viele Nudeln, Kekse, Kuchen und Desserts sind mittlerweile eifrei beziehungsweise rein pflanzlich.

Auf Love Veg findest du zahlreiche Rezepte, praktische Tipps für den Alltag und Inspiration für eine pflanzliche Ernährung. Von Frühstücksideen über Hauptgerichte bis hin zu Desserts – alles ohne tierische Produkte. Entdecke unsere kostenfreien Kochbücher wie dieses:

Erfahre mehr:

Auf unserer Webseite findest du viele weitere Informationen über die Eierindustrie. Hier eine Auswahl unserer Beiträge:

Von Ei zu Ei: Das wahre Leben sogenannter „Legehennen“

Müssen für Eier Hühner sterben?

Undercover-Recherche: Hühnerqual fürs Horror-Ei

Wähle MiTGEFÜHL

Hühner sind neugierige Tiere, die enge Bindungen zu anderen Tieren aufbauen und sich nachweislich in andere Hühner einfühlen können. Schütze diese sensiblen und sozialen Tiere, indem du dich für pflanzliche Alternativen entscheidest.


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