120 Tage undercover in einem von Deutschlands größten Schweinezucht-Betrieben

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Ein verdeckter Ermittler von Animal Equality hat vier Monate in einem Zuchtbetrieb für Schweine mitten in Deutschland gearbeitet und gefilmt. Die Aufnahmen zeigen ein System des Leidens in einer von Deutschlands größten Schweinezucht-Anlagen.

Hier findest du alle Infos zur Recherche und eine Petition, in der wir eine wirkungsvolle Prävention von Verstößen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung fordern – unterschreibe sie jetzt: https://animalequality.de/kampagne/schweinezucht/system-des-leidens/

Unsere Undercover-Recherche legt schwerwiegende Gesetzesverstöße offen. Darunter illegale Tötungen, Misshandlungen und Vernachlässigung. Es besteht zudem der Verdacht routinemäßiger Verstümmelungen. Die Tiere sind regelmäßiger Gewalt und Willkür durch teils ungeschultes Personal ausgesetzt.

Wir alle können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass sich an Zuständen, wie wir sie aufgedeckt haben, etwas ändert, indem wir jeden Tag Fleisch und andere tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Gehe auf Love Veg für zahlreiche Tipps und leckere Rezepte: https://loveveg.de/.

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Transcript (German — de-x-autogen)

2023 hat ein verdeckter Ermittler von Animal Equality vier
Monate in einem Zuchtbetrieb für Schweine mitten in
Deutschland gefilmt.
Das Videomaterial zeigt schwerwiegende Gesetzesverstöße,
darunter illegale Tötungen,
Misshandlungen und Vernachlässigung.
Es besteht zudem der Verdacht routinemäßiger
Verstümmelungen.
Das ist die längste Undercover-Recherche,
die Animal Equality weltweit bisher durchgeführt
Hat.
Sie zeigt die tiefen Abgründe der Schweinefleischindustrie
und sie beweist,
dass es sich nicht um Ausnahmesituationen oder Einzelfälle
handelt, sondern dass Willkür und Gewalt fester
Bestandteil des Systems
Sind.
Ferkel und Mutterschweine werden im untersuchten Betrieb
auf brutalste Weise von teils ungeschulten Arbeitern
getötet, wie unsere Aufnahmen belegen.
In einem Fall tötet ein Arbeiter zwei Ferkel,
er bricht ihnen mit einer Drehbewegung das Genick.
Eine Praxis, die in Deutschland verboten ist.
Während einer Impfung schleudert ein Arbeiter ein Ferkel mit
dem Kopf voraus auf den Betonboden.
Das Ferkel stirbt.
Der Arbeiter versucht danach, seine Aktion zu vertuschen.
In einem weiteren Fall stellt sich ein Arbeiter mit seinem
Stiefel auf den Hals eines Ferkels und schneidet ihm bei
nicht ausreichender Betäubung die Kehle durch.
Dies scheint gängige Praxis zu sein,
denn wir sehen weitere Ferkel mit aufgeschnittener Kehle
am Boden liegen.
Ein Arbeiter schneidet einem anderen Ferkel am sogenannten
Tötungstisch die Kehle durch.
Später liegt es hilflos unter einem Haufen toter Ferkel
und atmet immer noch.
Die aufgezeichneten Situationen zeigen das Leiden der Tiere
durch die illegalen und willkürlichen Tötungen.
Ihre Leichen werden anschließend entsorgt, wie
Müll.
In dieser Tötungszene jagt ein Arbeiter ein verletztes
Schwein und versucht es mit einem
Bolzenschussgerät zu betäuben.
Das gelingt ihm nicht. Der Bolzen bleibt im Schädel stecken.
Anschließend schlägt er das Tier mit einem bereit
liegenden Holzbalken zu
Boden.
So wie die Tötung hier ausgeführt wurde,
kann man nicht nur mangelnde Fachkenntnis annehmen,
sondern muss von bewusster Tierquälerei
Ausgehen.
Während unserer Ermittlung in der Anlage haben wir immer
wieder Fälle von Misshandlungen sowohl gegenüber
Mutterschweinen als auch Ferkeln.
Die Tiere werden wahllos von Mitarbeitenden getreten
und absichtlich
Gehetzt.
Ferkel werden von Arbeitern quer durch die Anlage
geworfen.
Dabei prallen die Tiere mit voller Wucht mit Beinen und Kopf
auf dem harten Boden
Auf.
Während der Trennung der Ferkel von ihren Müttern wird ein
Ferkel als Strafe dafür dass es sich nicht bewegt,
auf den Boden gedrückt.
Ein Arbeiter setzt sich auf den Körper und schlägt ihm mit
der Faust mehrmals ins Gesicht.
Mehrere Ferkel werden gequält,
indem ihre Atmung und ihre Bewegungsfähigkeit bewusst
eingeschränkt werden.
Sie werden bestraft,
indem sie auf den Boden gedrückt und misshandelt werden.
In einem Fall wird ein Ferkelkopf über in einen Futtertrog
gesteckt und dort sich selbst
Überlassen.
Die Haut eines Ferkels wird aus bloßer Willkür und zur
Unterhaltung der Arbeiter mit Farbe verunstaltet.
Es handelt sich eindeutig um brutale Misshandlungen und
Quälereien der Tiere.
Diese Verhaltensweise ist keinesfalls durch ein
Vielverhalten aus Unkenntnis oder durch Überforderung zu
erklären, sondern es handelt sich um eine bewusste,
wiederholte und brutale Tierquälerei.
Viele Unserer Aufnahmen weisen auf einen allgemeinen
Mangel an tierärztliche Versorgung hin,
der zu einer hohen Sterblichkeit
Führt.
Durch die Kastenstandhaltung sind Mutterschweine häufig
von schmerzhaften Druckeschwüren betroffen.
Mehrere Schweine mit schweren Verletzungen werden in den
Abferkelbuchten ohne ausreichende Behandlung sich selbst
überlassen, lediglich antibakterielles Spray ist sichtbar.
Diese Akte eines weiteren Schweins mit tiefen Wunden beweist
die fehlenden tierärztlichen Behandlungen.
In einem anderen Fall wurden die zur Tötung bestimmten
Ferkel in einer Auffangwanne am Tötungstisch gesammelt und
dort über Nacht ohne Futter,
Wasser und ohne vorgeschriebene Wärmelampe gelassen.
Ältere Ferkel werden durch einen Bauchschnitt kastriert.
Unser Ermittler wurde Zeuge,
wie eine Tierärztin diesen Eingriff vornahm,
während sie die Schweine an einer Leiter aufhängte.
Bei einigen dieser Tiere wurden keine äußeren Nähte
angelegt, was ein Infektionsrisiko für die Tiere darstellt
und an der fachlichen Qualifizierung der Tierärztin
zweifeln lässt.
Dieses Ferkel wird kastriert,
ohne die Einschnittsstelle vorher zu desinfizieren.
Zu sehen ist auch wie sich das Ferkel während des
Eingriffs bewegt.
Das Ferkel wurde zwar sediert, zeigt aber nach wie vor
Empfindsamkeit.
Die Kontrolle der Narkosetiefe und der Eingriff selbst
sowie die Reinigung, Desinfektion und Wundversorgung im
Anschluss an die Kastration konnten in den Videosequenzen
nicht beobachtet werden.
Nur wenige Tage sind die Ferkel alt,
dann werden ihre Schwänze amputiert.
Die EU-Verordnung verbietet das routinemäßige Verstümmeln
von Ferkelschwänzen.
Es besteht der Verdacht,
dass der Betrieb dieses Verbot missachtet.
Werden intelligente Tiere in engen und tristen Räumen
zusammengepfercht,
ist das gegenseitige Beißen an den Schwänzen ein Ausdruck
von Langeweile und Frustration und ist auf einen Mangel an
Platz und Beschäftigung
Zurückzuführen.
Eingriff darf nur dann durchgeführt werden,
wenn er unerlässlich ist, d. wenn nachgewiesen werden kann,
dass Verletzungen durch andere Schweine entstanden sind.
Zudem sind vorher andere Maßnahmen zu treffen,
um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu
vermeiden, wobei auch Unterbringung und Bestandsdichte zu
berücksichtigen sind.
Tierhaltungsbetriebe sind keine rechtsfreien Räume.
Deshalb haben wir gegen den Betrieb Strafanzeige gestellt,
um die TäterInnen vor Gericht zu bringen.
Hilf uns, diese Grausamkeiten zu beenden.
Unterzeichne jetzt unsere Petition für einen besseren Schutz
der Tiere.
Wir alle können einen wichtigen Beitrag dazu leisten,
dass sich an Umständen wie wir sie aufgedeckt haben,
etwas ändert, indem wir jeden Tag Fleisch und andere
tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen ersetzen.