Verstecktes Leid: Was du noch nicht über Eier wusstest
Wie viele Eier Menschen in Deutschland wirklich essen
Pro Jahr isst jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich rund 250 Eier – Tendenz steigend. Das entspricht einem Gesamtverbrauch von 21 Milliarden Eiern im Jahr 2025. Doch nur etwa 50 Prozent dieser Eier gelangen als sogenannte Schaleneier (Frischeier) direkt in private Haushalte. Die restlichen Eier werden in der Lebensmittelindustrie, in Großküchen, Bäckereien und der Gastronomie verbraucht und landen dann oftmals unbewusst auf den Tellern der Menschen.
Das bedeutet: Annähernd die Hälfte aller in Deutschland verbrauchten Eier wird in verarbeiteter Form gegessen – in Nudeln, Backwaren, Fertigprodukten, Soßen oder in Gerichten im Restaurant.
In welchen Produkten stecken verarbeitete Eier?
Verarbeitete Eier sind allgegenwärtig – und oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Hier eine Übersicht typischer Produkte:
Backwaren: Kuchen, Kekse, Croissants, Brot (teilweise), Gebäck
Fertiggerichte: Pizza, Aufläufe, Quiches, panierte Produkte
Soßen und Dressings: Mayonnaise, Salatdressings, Aioli
Süßwaren: Eiscreme, Desserts, Pralinen
Teigwaren: Nudeln, Spätzle, frische Pasta
Anders als bei Frischeiern gibt es keine Kennzeichnungspflicht für die Haltungsform bei verarbeiteten Eiern. Verbraucher*innen können also nicht erkennen, ob die Hühner in Käfigen gehalten wurden.

Importe aus Ländern mit niedrigeren Tierschutzstandards
Fast ein Drittel der Eier, die in Deutschland verzehrt werden, kommt aus dem Ausland. Der Großteil davon stammt aus den Niederlanden, die zwar Fortschritte in Bezug auf Käfighaltung in der Eierindustrie machen – aktuell ist sie aber noch erlaubt. Polen hält als zweitgrößter Handelspartner von Eiprodukten noch rund 72 Prozent aller Hühner in Käfigen. Und auch bei den Lieferanten Frankreich und Italien wird noch ein Drittel der Hühner in Käfigen gehalten. Auch das Töten männlicher Küken nach der Geburt oder das Kürzen der Schnäbel ist in vielen Ländern noch gängige Praxis.
Rund 40 Prozent aller Hühner in der Eierindustrie werden in der EU noch immer in Käfigen gehalten und ein Teil dieser Eiprodukte wird durch den Handel auch in deutschen Supermärkten und Restaurants angeboten.
Käfighaltung konsequent und endgültig beenden!
Seit Jahren setzen wir uns für ein Ende der Käfighaltung aller Tiere in der EU ein. Rund 300 Millionen Hühner, Schweine und andere Tiere leiden nach wie vor unter schlimmsten Haltungsbedingungen. Die Europäische Kommission hat selbst vor Jahren versprochen, ein Käfigverbot durchzusetzen, doch bis heute hat sie das nicht getan. Wir setzen uns dafür ein, dass sich das ändert – schließe dich uns an.
Unterschreibe unseren Offenen Brief an die EU-Kommission und fordere ein Verbot von Käfigen für alle Tiere in der EU:
Was bedeutet Käfighaltung für die Hühner?
Extreme Enge: Weniger Platz als ein DIN-A4-Blatt
Die Hühner haben keine Möglichkeit, ihre Flügel auszubreiten, im Staub zu baden, zu scharren oder ein Nest zu bauen. Grundlegende Verhaltensweisen, die für Hühner wichtig sind, werden komplett verhindert.
Verletzungen, Krankheiten und Federverlust
Die Körper der Tiere reiben durch die Enge permanent am Drahtgitter und diese verletzen ihre Füße, Brustbeine und Flügel. Durch den extremen Stress verletzen die Vögel einander – blutige Wunden und großflächiger Federverlust sind häufig. Federlose, geschwächte Tiere können weder Kälte noch Wärme regulieren und erkranken schneller.
Chronischer Stress und Monotonie
Tiere in Käfigen zeigen häufig Verhaltensstörungen: Sie picken ständig am Gitter oder sie sitzen regungslos da. Durch den dauerhaften Lärm, die Enge und das künstliche Licht kommen die Tiere nie richtig zur Ruhe. Viele Tiere sterben vorzeitig, weil ihr Körper die Dauerproduktion von bis zu 300 Eiern pro Jahr nicht aushält.
Auch in anderen Haltungsformen wie Bodenhaltung, Freilandhaltung und Bio-Haltung werden im Rahmen von Undercover-Recherchen immer wieder Missstände und Tierleid aufgedeckt.

Jedes Ei bedeutet Leid
Die Hühner werden systematisch ausgebeutet. Bei den eingesetzten Tieren handelt es sich in der Regel um Qualzuchten, die rund 300 Eier pro Jahr legen – das ist absolut unnatürlich. Die Folge: Knochenschwäche, Kalziummangel, Knochenbrüche. Nach 12 bis 15 Monaten Legezeit werden die Tiere aussortiert und getötet, obwohl sie eigentlich mehrere Jahre leben könnten.
Entscheide dich konsequent gegen dieses leidvolle System
Es gibt unzählige pflanzliche Alternativen für Eier.
Beim Backen: Apfelmus, Leinsamen, Chiasamen, Banane, Seidentofu, Ei-Ersatzpulver
Für Rührei: Tofu-Rührei, Kichererbsenmehl-Omeletts
Fertigprodukte: Viele Nudeln, Kekse, Kuchen und Desserts sind mittlerweile eifrei beziehungsweise rein pflanzlich.
Auf Love Veg findest du zahlreiche Rezepte, praktische Tipps für den Alltag und Inspiration für eine pflanzliche Ernährung. Von Frühstücksideen über Hauptgerichte bis hin zu Desserts – alles ohne tierische Produkte.
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Wähle MiTGEFÜHL
Hühner sind neugierige Tiere, die enge Bindungen zu anderen Tieren aufbauen und sich nachweislich in andere Hühner einfühlen können. Schütze diese sensiblen und sozialen Tiere, indem du dich für pflanzliche Alternativen entscheidest.





