Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

UNTERNEHMENSKAMPAGNEN: WANN ÜBERNIMMT SUBWAY VERANTWORTUNG?

22. Juli 2020 Aktualisiert: 22. Juli 2020

Gemeinsam mit 21 Organisationen aus ganz Europa fordert Animal Equality Subway dazu auf, sich endlich der Europäischen Masthuhn-Initiative anzuschließen und die Tierschutzstandards für Hühner in der Fleischindustrie anzuheben. Nach mehrmonatiger Pause wird die Kampagne nun im Rahmen einer internationalen Aktionswoche fortgesetzt. Machen Sie mit und geben Sie den Hühnern Ihre Stimme – die Tiere brauchen Sie! Alle Details und Infos finden Sie hier.

Um die Mindestanforderungen an die Hühnermast neu zu definieren und besonders tierquälerische Praktiken in der Tierhaltung zu beenden, haben rund 30 Tierschutzorganisationen gemeinsam die Kriterien der europäischen Masthuhn-Initiative erarbeitet. In den USA und in Kanada konnten unsere Bündnispartner*innen Subway bereits vor drei Jahren davon überzeugen, höhere Tierschutzstandards zu etablieren. In Europa drückt sich der Konzern seither um konkrete Aussagen. Es ist längst überfällig, dass Subway sein Versprechen von Ethik und Nachhaltigkeit erfüllt und sich auch in Europa verpflichtet, die Tierschutzstandards anzuheben. 

HINTERGRUND:  HÜHNER LEIDEN FÜR MASSENPRODUKTION

Die internationale Fast-Food-Kette Subway wirbt gerne mit frischen und hochwertigen Produkten. In keiner Werbung wird allerdings erwähnt, wie sehr Hühner für das Fleisch in den Subway-Produkten leiden. Denn das Unternehmen verwendet Fleisch von Masthühnern, die unter tierquälerischen Bedingungen gehalten und getötet werden. Die gesetzlichen Standards  in den Zucht- und Mastbetrieben sind unzureichend und schützen die Tiere nicht vor einem Leben voller Leid und Schmerz. 

Hühner in der Fleischproduktion sind heute ganz gezielt auf schnelles Wachstum gezüchtet. Ihre Beine und Organe sind mit der unnatürlichen Gewichtszunahme jedoch völlig überfordert: Herzinfarkt, Organversagen und schmerzhafte Beinfehlstellungen sind die Folge. Weil ihre Beine ihr Gewicht nicht mehr tragen können, sind viele Tiere bereits nach wenigen Wochen nicht mehr in der Lage sich zu bewegen. Unfähig Futter- und Wasserstellen zu erreichen, sterben sie qualvoll an Hunger und Durst. 

In den Ställen, in denen die Tiere zu tausenden eingesperrt sind fehlt es an natürlichem Tageslicht, Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Nach maximal 42 Tagen – wenn sie noch nicht einmal ein geschlechtsreifes Alter erreicht haben – werden die Hühner zum Schlachthof geschickt. Doch etwa 5-7 % der Küken sterben allein in Deutschland, schon bevor sie das Schlachtalter erreicht haben,  weil die grundlegendsten Tierschutzbedingungen fehlen. 

Erfahren Sie hier mehr über die Unternehmenskampagnen von Animal Equality und unterstützen Sie uns als Teil des Animal Defender Netzwerkes!


Aktuellste Neuigkeiten
28. Juli 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Wir haben gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet – und jetzt eine Antwort von der EU-Kommission erhalten.
27. Juli 2026

Jahrelang hat unser brasilianisches Team für ein Verbot der tierquälerischen Zwangsmast von Enten und Gänsen gekämpft – mit Erfolg! Präsident Lula hat jetzt einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterschrieben. Das ist ein historischer Moment: Damit ist Brasilien nach Indien das zweite Land der Welt, das per Bundesgesetz sowohl die Herstellung als auch den Verkauf von Foie gras verbietet.
16. Juli 2026

Seit fünf Jahren verspricht die EU-Kommission einen schrittweisen Ausstieg aus der Käfighaltung. Ein verbindlicher Zeitplan oder konkrete Gesetzesvorschläge liegen bis heute nicht vor. Und das, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig belegen, wie leidvoll die Käfighaltung ist, und auch EU-Bürger*innen seit Jahren ein Verbot fordern. Was hält die Politik also vom Handeln ab? Unsere neue Auswertung zeigt jetzt, welche Rolle die Agrarlobby dabei spielt.