Tierqual-Skandal: Was es mit der weltweiten Protestwelle bei Pandora und anderen Unternehmen auf sich hat
Animal Equality protestiert in fünf Ländern gegen die Käfighaltung bei dem großen börsennotierten Lebensmitteleinzelhändler Ahold Delhaize, der in Verbindung zu Firmen wie Pandora, Mobico und der Customers Support Group steht.
Ahold Delhaize ist einer der größten Lebensmitteleinzelhändler der Welt. Das börsennotierte Unternehmen hat sein Versprechen gebrochen, die Käfighaltung von Schweinen und Hühnern in seiner US-Lieferkette zu beenden. Und das, obwohl es öffentlich betont, dass nicht nur seiner Kundschaft, sondern auch dem Unternehmen selbst der Schutz von Tieren ein essenzielles Anliegen sei. Doch das scheinen leere Worte von Ahold Delhaize zu sein, denn Taten gegen die tierquälerische Haltung lassen bisher auf sich warten. Und dafür sind auch Führungskräfte aus anderen weltweiten Unternehmen wie Pandora, Symrise, Mobico oder der Customers Support Group mitverantwortlich, wie die internationale Tierschutzorganisation Animal Equality mit weltweiten Protesten und Aktionen unter anderem in Hamburg zeigt.
Hamburg, 12.03.2025
Die wenigsten Menschen werden bei Unternehmen wie der Mobico Group oder dem Schmuckhersteller Pandora an Schweine in engen Käfigen und Hühner in sogenannten Legebatterien denken. Doch es gibt direkte Verbindungen, wie die internationale Tierschutzorganisation Animal Equality mit Protesten und Aktionen aufzeigt. Denn diese Unternehmen haben eines gemeinsam: Führungskräfte, die zusätzlich im Aufsichtsrat von Ahold Delhaize sitzen und damit eine hohe Verantwortung tragen sowie aktive Entscheidungsgewalt haben. Und die sollen sie für bessere Haltungsbedingungen nutzen, fordert Animal Equality.
Ahold Delhaize ist einer der größten Lebensmitteleinzelhändler der Welt, dem unter anderem mehrere Supermarktketten in den USA gehören, wie Giant, Stop & Shop, Hannaford, Food Lion und die Giant Company. Das Unternehmen hatte bereits vor Jahren versprochen, ab 2025 auf die Käfighaltung von Tieren in seiner US-Lieferkette zu verzichten. Doch entsprechende Maßnahmen wurden auf 2028 für Schweine und 2032 für Hühner verschoben und es gibt bisher keine öffentliche Stellungnahme zum konkreten Fortschritt.
„Ahold Delhaize spricht öffentlich davon, dass Tiere Schmerzen und Emotionen empfinden und dem Unternehmen Tierschutz wichtig sei. Doch gleichzeitig lässt der Lebensmitteleinzelhändler zu, dass Millionen Schweine und Hühner unter schlimmsten Haltungsbedingungen in Käfigen leiden müssen“, sagt Till Hartmann, Campaigns Manager von Animal Equality in Deutschland. Und weiter: „Das ist inakzeptabel! Ahold Delhaize muss endlich für seine Versprechen gegenüber den Verbraucher*innen geradestehen und die Käfighaltung in den US-Lieferketten beenden.“
Mit einer weltweiten Kampagne setzt sich die internationale Tierschutzorganisation Animal Equality dafür ein, dass Ahold Delhaize die Haltungsbedingungen in seiner US-Lieferkette verbessert. „Die Käfighaltung, wie sie dort praktiziert wird, ist nachweislich so tierquälerisch, dass sie in Deutschland in der Form sogar verboten ist“, erklärt Hartmann. „Tierleid hört nicht an Landesgrenzen auf, es muss sich dringend etwas ändern“, unterstreicht er. Und dabei nimmt die Tierschutzorganisation auch Führungskräfte anderer weltweiter Unternehmen in die Pflicht.
Mit zahlreichen Aktionen und Protesten in den USA, Großbritannien, Spanien, Italien und Deutschland macht Animal Equality auf das Tierleid und die Verbindungen zu verschiedenen Unternehmen aufmerksam. Im Aufsichtsrat von Ahold Delhaize sitzen unter anderem Führungskräfte von Pandora, Mobico, der Customs Support Group und Symrise. Sie alle haben auch Filialen und Standorte in Deutschland, weshalb die Tierschutzorganisation beispielsweise auch in Hamburg protestiert.
Das global bekannte Schmuckunternehmen Pandora – besonders bekannt für seine Armbandanhänger „Charms“ – hat ein Vorstandsmitglied, das auch im Aufsichtsrat von Ahold Delhaize sitzt: Jan Zijderveld. Außerdem ist der Unternehmer ebenfalls im Aufsichtsrat der Symrise AG vertreten. Die Aktiengesellschaft, die unter anderem Inhaltsstoffe für Kosmetikprodukte vertreibt, hat ihren Hauptsitz in Holzminden und einen Standort in Hamburg.
Auch Helen Weir ist nicht nur im Aufsichtsrat bei Ahold Delhaize, sondern überdies Vorsitzende im Aufsichtsrat bei der börsennotierten Mobico Group – deren Tochterunternehmen unter anderem Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen betreibt. Und ebenso teilt sich das Zoll-Unternehmen Customs Support Group mit einem Standort in Hamburg ein Aufsichtsratsmitglied mit dem Lebensmitteleinzelhändler-Giganten Ahold Delhaize: Robert Jan van de Kraats.
Die Tierschutzorganisation fordert daher nicht nur Ahold Delhaize selbst auf, die Käfighaltung in der US-Lieferkette endgültig zu beenden, sondern nimmt auch die mitverantwortlichen Aufsichtsratsmitglieder und die in Verbindung stehenden Unternehmen in die Pflicht.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website. Für Rückfragen steht Ihnen zudem jederzeit Till Hartmann per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter +49 (0)176 30040892 zur Verfügung.
Fotos und weitere Informationen:
Pressekit
Flickr-Album zu den Protesten
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Über Animal Equality
Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenlose pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.
Pressekontakt Animal Equality
Animal Equality Germany e.V.
Till Hartmann
[email protected]
+49 (0)176 30040892





