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5. Oktober 2026

Tierschutzreform in der heißen Phase: Bisher größte Protestwelle in Brüssel

Mehr als 300 Aktivist*innen fordern konsequente Gesetzesvorschläge von der EU-Kommission 

Die EU-Kommission arbeitet aktuell an einer umfassenden Tierschutzreform und hat angekündigt, noch in diesem Jahr ein Verbot des Kükentötens und der Käfighaltung von Hühnern auf den Weg zu bringen. Im kommenden Jahr soll ein Gesetzesvorschlag für Schweine folgen. Was die Kommission jetzt ausarbeitet, entscheidet maßgeblich über den folgenden Gesetzgebungsprozess und die Zukunft von hunderten Millionen Tieren in der EU. Deswegen fordern drei Tage lang mehrere Hundert Aktivist*innen die Verantwortlichen auf, ihre Versprechen dieses Mal entschlossen umzusetzen.

Brüssel/Berlin, 29.09.2026

Sechs Jahre sind vergangen, seit die Europäische Kommission eine umfangreiche Tierschutzreform versprochen hat. Jetzt soll es endlich soweit sein. Die Tierschutzorganisation Animal Equality hat in den vergangenen Monaten mit einer intensiven Kampagne dafür gekämpft. Nun hat die Kommission Anfang Juli dieses Jahres in ihrer „Nutztierstrategie“ ein Verbot des Kükentötens sowie das Auslaufen der Käfighaltung von Hühnern und Schweinen angekündigt. Das ist einer der bedeutendsten Fortschritte für den Tierschutz in der Geschichte der Europäischen Union – wenn die Kommission dieses Mal ihr Wort hält und ihre Pläne konsequent umsetzt. Denn in den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen immer wieder Fristen verstreichen lassen und Versprechen gebrochen.

Damit das nicht erneut passiert, protestieren mehrere Hundert Menschen aus ganz Europa seit Montag bis einschließlich Mittwoch (30.09.) vor den Türen der Europäischen Kommission in Brüssel. Unüberhör- und unübersehbar setzen sie mit Megafonen und Plakaten im Europaviertel ein Zeichen für die Tiere. Die Botschaft ist deutlich: Die Kommission muss dieses Mal ihr Versprechen halten und eine wirksame Tierschutzreform durchsetzen.

Konkret bedeutet das in Bezug auf die Ankündigungen der EU-Kommission in ihrer Nutztierstrategie jetzt:

  • Noch in diesem Jahr einen ambitionierten Gesetzesvorschlag vorlegen, der das systematische Töten männlicher Küken und die Käfighaltung von Legehennen verbietet – ohne Ausnahmeregelungen oder Schlupflöcher und mit Übergangsfristen, die das Leid der Tiere nicht unnötig verlängern.
  • Die Überarbeitung der Tierschutzvorschriften für Schweine inklusive eines Endes der Käfighaltung von Mutterschweinen mit klarem Zeitplan in das Arbeitsprogramm der Kommission für 2027 aufnehmen.

Dieser Moment ist entscheidend

Jedes Jahr werden in der EU rund 300 Millionen männliche Küken direkt nach ihrer Geburt getötet. Weitere rund 300 Millionen Tiere wie Schweine und Hühner sind in diesem Moment in Käfigen eingesperrt. Die EU-Kommission kann jetzt den Grundstein legen, um das zu ändern. Ihre Vorschläge sind die Verhandlungsgrundlage für das gesamte weitere Gesetzgebungsverfahren im EU-Parlament und Rat. Deswegen warnt Animal Equality vor zu laschen Vorschlägen und fordert strenge Gesetzesentwürfe.

„Käfighaltung und Kükentöten sind Tierquälerei. Die EU-Kommission weiß das – jetzt muss sie liefern. Millionen Tiere werden gezwungen, ihr Leben in Käfigen zu fristen, in Deutschland und EU‑weit. Die Kommission hat versprochen zu handeln. Wir werden jeden Schritt dieser Reform genau beobachten und uns dafür einsetzen, dass aus Versprechen Gesetze werden – ohne Verzögerung, ohne Ausreden.“
– Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland 

Wir stehen Ihnen jederzeit für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Wenden Sie sich gerne an unseren Pressekontakt Larissa Fries via E-Mail an [email protected] oder melden Sie sich telefonisch unter +49 (0)176 3004 0896.

Fotos und weitere Informationen:

Bildnachweis: Animal Equality / Abbildungen beispielhaft. Es handelt sich um Symbolbilder, die typische Zustände [z.B.: in der Käfighaltung von Hühnern] darstellen. Nur für redaktionelle Berichterstattung im Zusammenhang mit der Kampagne und den Aktionen von Animal Equality.

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Über Animal Equality

Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenfreie pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.

Pressekontakt Animal Equality

Animal Equality Germany e.V.
Larissa Fries
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+49 (0)176 3004 0896