Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Die Qual der Weihnachtsente: Eine neue Recherche von Animal Equality

Weihnachten, das Fest der Liebe? Ganz sicher nicht für Millionen Enten und Gänse, die zur Weihnachtszeit wieder ein grausamer Tod erwartet, nur um anschließend als Braten auf dem Teller zu landen. Wie qualvoll ihr Tod tatsächlich ist, zeigt nun eine neue Recherche von Animal Equality.   
Dezember 19, 2014 Aktualisiert: 19. Dezember 2014
Gans im Mastbetrieb

 

Weihnachten, das Fest der Liebe? Ganz sicher nicht für Millionen Enten und Gänse, die zur Weihnachtszeit wieder ein grausamer Tod erwartet, nur um anschließend als Braten auf dem Teller zu landen. Wie qualvoll ihr Tod tatsächlich ist, zeigt nun eine neue Recherche von Animal Equality.

Die nur wenige Tage alten Aufnahmen dokumentieren die Lebensbedingungen der Tiere in einem der größten Entenmastbetriebe Deutschlands:

 
  • Arbeiter, die Enten mit Mistgabeln erschlagen
  • Arbeiter, die noch lebende Tiere mit den Spitzen der Mistgabel aufspießen
  • Tiere, die noch lebend in den Müll geworfen werden
  • tote und verletzte Enten, die teilweise bewegungsunfähig sind
  • stark blutende Tiere
  • extreme Qualzucht: auf den Rücken gefallene Enten können nicht mehr aufstehen und drohen zu verdursten
 

 

Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 25 Millionen Enten für den menschlichen Verzehr getötet. 60 % aller Enten werden um die Weihnachtszeit gekauft. Die Tiere führen in der Massentierhaltung ein erbärmliches Leben: Zu Tausenden eingepfercht, ohne Rückzugsmöglichkeiten, sehen sie niemals das Tageslicht und können in keinster Weise ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben.

Enten lieben das Wasser. In freier Wildbahn halten sie sich die meiste Zeit darin auf. Die Nahrungssuche, die Körperpflege, sowie grundlegende soziale Interaktionen spielen sich während ihres Lebens größtenteils auf dem Wasser ab. In der Massentierhaltung bleibt ihnen das verwehrt und so können sie ihren wichtigsten Grundbedürfnissen nicht nachgehen.

Hinzu kommt, dass Enten und Gänse heutzutage ganz gezielt so gezüchtet werden, dass sie in kürzester Zeit möglichst viel Fleisch ansetzen. Diese quälerische Turbomast hat zur Folge, dass die Körper der Tiere extrem geschwächt und mit der plötzlichen und unnatürlich schnellen Gewichtszunahme völlig überfordert sind.

Wie die Videoaufnahmen zeigen, sind einige Tiere nicht einmal mehr in der Lage sich auf ihren Beinen zu halten: Ständig fallen sie um, können nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und drohen zu verdursten. Die Schmerzen und das ständige Eingesperrtsein bedeuten für die Tiere enormen Stress, Frustration und Angst. Eine dieser Enten, die genau dieses grausame Schicksal erleiden muss, ist Lili.

Das Leben von Tieren wie Lili liegt in Ihren Händen. Sie allein können unzählige, unschuldige Tiere vor einem brutalen Tod bewahren, indem Sie ganz einfach den Weihnachtsbraten durch leckere, tierleidfreie Alternativen ersetzen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesem veganen Sauerbraten oder Maronen-Nuss-Rouladen?

Entscheide dich dieses Jahr an Weihnachten für Mitgefühl und gegen Enten- oder Gänsefleisch! Rette Leben und probier’s fleischfrei!

 

SCHÜTZE DIESE FAMILIEN

Schon bevor sie aus ihren Eiern schlüpfen, kommunizieren Entenküken mit ihren Eltern. Trage dazu bei, diese Familien zu schützen, indem du pflanzliche Lebensmittel wählst.


Aktuellste Neuigkeiten
15. April 2026

Mit einer eindrucksvollen Projektion auf das Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel haben wir auf die enge Verflechtung zwischen der Agrarindustrie und den EU-Kommissaren aufmerksam gemacht. Seit Jahren werden dringend notwendige Reformen des europäischen Tierschutzrechts blockiert. Wir fordern von den Verantwortlichen eine konsequente Reform der Tierschutzgesetze.
14. April 2026

Wir haben unsere Forderungen für eine Tierschutzreform mit verbindlichen Maßnahmen, ein Verbot der Käfighaltung sowie ein Ende des Kükentötens beim „Call for Evidence“ der Europäischen Kommission eingereicht. Ohne konkrete gesetzliche Verordnungen und mit dem starken Einfluss durch die Agrarindustrie bleiben Millionen Tiere in der EU weiterhin ohne wirksamen Schutz – das muss sich ändern.
9. April 2026

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant die verpflichtende Videoüberwachung in deutschen Schlachthöfen. Ein wichtiger Schritt – doch der Gesetzentwurf geht nicht weit genug: Millionen Tiere würden jährlich weiterhin ohne verpflichtende Aufzeichnungen in kleineren Schlachthöfen getötet. In unserer beim BMLEH eingereichten Stellungnahme fordern wir umfassende Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs.