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Aktivist in Tierhaltungsanlage
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Aktivist*innen konfrontieren EU-Kommission mit Protest-Banner in Tierhaltungsanlagen

Die EU-Kommission versprach, die Käfighaltung in der gesamten EU schrittweise zu beenden. Fünf Jahre später sind die Käfige immer noch voll. Mit einer deutlichen Botschaft inmitten der engen Anlagen europäischer Tierhaltungsbetriebe konfrontiert Animal Equality die EU-Kommission mit ihren gebrochenen Versprechen – und das direkt am Ort des Geschehens.
30. Oktober 2026
Aktualisiert: 30. Oktober 2026
Julia Venus

Das Licht ist spärlich, die Stimmung bedrückend. Zwischen den metallenen Gittern einer europäischen Schweinezuchtanlage steht ein*e Aktivist*in von Animal Equality entschlossen mit einem Transparent: „BROKEN PROMISES, FULL CAGES“ – gebrochene Versprechen, volle Käfige. Daneben kauern Mutterschweine in engen Buchten, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Verantwortung für das fortwährende Leid durch Käfige in europäischen Zucht- und Haltungsbetrieben trägt die politische Spitze in Brüssel.

Aktivist in Tierhaltungsanlagen

Ein fünf Jahre altes Versprechen

Bereits 2021 reagierte die EU-Kommission auf die historische Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“, die von über 1,4 Millionen Menschen unterzeichnet wurde mit einem Versprechen. Die Zusage damals: Bis Ende 2023 sollte ein Gesetzesvorschlag für den schrittweisen Ausstieg aus der Käfighaltung vorgelegt werden.

Doch die Frist verstrich tatenlos. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie die seit Dezember 2024 im Amt befindlichen Kommissare Christophe Hansen (Landwirtschaft) und Olivér Várhelyi (Gesundheit und Tierschutz) tragen die Verantwortung dafür, dass dieser Stillstand anhält. Den Preis dafür zahlen täglich mehr als 300 Millionen Tiere in europäischen Betrieben.

Die EU-Kommission kündigte nun erneut eine Überarbeitung der Tierschutzvorschriften an, erste Vorschläge sollen noch in diesem Jahr folgen.

Unsere Forderungen: Schluss mit den gebrochenen Versprechen!

Kurz vor der Veröffentlichung des Arbeitsprogramms der EU-Kommission für 2027 erhöhen wir gemeinsam den Druck auf die EU-Kommission, die im Rahmen der Tierschutzstrategie zugesagten Gesetzesvorschläge endlich vorzulegen.

Unsere Forderungen an die EU-Kommission:

  • Noch in diesem Jahr einen ambitionierten Gesetzesvorschlag vorlegen, der das systematische Töten männlicher Küken und die Käfighaltung von Legehennen verbietet.
  • Die Überarbeitung der Tierschutzvorschriften für Schweine inklusive eines Endes der Käfighaltung von Mutterschweinen in das Arbeitsprogramm der Kommission für 2027 aufnehmen.

Werde aktiv: Unterzeichne unseren offenen Brief

Die EU-Kommission muss ihr Wort halten. Wir lassen nicht zu, dass Versprechen an die Bürger*innen und das Leben von Millionen Tieren der Profitgier der Agrarindustrie geopfert werden.

Hilf der Neugierde

Schweine sind überaus soziale Tiere, die sehr interessiert an ihrer Umgebung sind. Du kannst diese neugierigen Tiere schützen, indem du dich einfach für pflanzliche Alternativen entscheidest.

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