Das wahre Leben der Hühner – Animal Equality

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Immer mehr Menschen greifen aus Tierschutzgründen auf Eier aus alternativen Haltungsformen wie Freiland-, Boden- oder Biohaltung zurück – in der Annahme, dass diese Eier von glücklichen Hühnern stammen, die weder Leid noch Schmerzen erfahren haben.

Wir sind dieser Annahme auf den Grund gegangen und haben uns einige der besten und bemühtesten deutschen Betriebe angesehen.

Weitere Informationen: www.animalequality.de/neuigkeiten/vorzeigehoefe-und-biosiegel-der-eierindustrie

Categories Nonprofits & Activism
Transcript (German — de)

Hühner sind sehr soziale Tiere, die
gerne ihre Umgebung erkunden,
Staubbäeder nehmen, auf Futtersuche
gehen und sich um ihre Familien kümmern.
Jedes einzelne Huhn hat eine
einzigartige Persönlichkeit, eigene
Wünsche und
Bedürfnisse. Die Kommunikationsfähigkeit
von Hühnern ist auf einer ähnlich hohen
Stufe wie die von manchen Primaten. Sie
sind intelligent, können komplexe
Probleme lösen und empfinden Mitgefühl
für andere befreundete Hühner, wenn
diese in Gefahr sind.
Sie sind sehr sensible Tiere, die vor
Leid und Schmerzen geschützt werden
sollten. Immer mehr Menschen greifen aus
Tierschutzgründen auf Eier aus
alternativen Haltungsformen wie
Freiland, Boden oder Biohaltung zurück.
in der Annahme, dass diese Eier von
glücklichen Hühnern stammen, die weder
Leid noch Schmerzen erfahren haben. Das
Ermittlerteam von Animal Equality ist
dieser Annahme auf den Grund gegangen
und hat einen Blick hinter die Kulissen
der besten und bemühtesten deutschen
Betriebe
geworfen. Es wurden vier regionale
Vorzeigehöfe dokumentiert, die die Tiere
ausschließlich in alternativen
Haltungsformen mit Freilauf halten. Zwei
dieser Betriebe wurden mit Biosiegeln
ausgezeichnet. Was das Ermittlerteam von
Animal Equality dort vorfand,
erschütterte die deutschen Medien.
Kranke, verletzte und sterbende Hühner
sowie verweste Kadaver liegen zwischen
noch lebenden
Artgenossen. Zahlreiche Tiere weisen
blutige Geschwüre, Entzündungen und
ausgerissene Fäderkleider auf. Dies ist
eine Folge der extremen Stresssituation,
der die Tiere ausgesetzt sind.
Die sensiblen Wesen würden normalerweise
in kleinen Gruppen von 20 Hühnern in
einer klaren Rangordnung
zusammenleben. Doch sogar in
Biobetrieben werden bis zu 3000 Tiere in
einer Gruppe gehalten. Sie entwickeln
durch den Stress Verhaltensstörungen und
reißen sich gegenseitig die Federn vom
Leib.
Normalerweise würden Hühner bis zu 40
Eier im Jahr legen, nämlich so viele,
wie sie selbst ausbrüten können. In der
heutigen Eierindustrie werden die Tiere
so hoch gezüchtet, dass sie etwa 300
Eier im Jahr legen. Die schmerzhaften
Konsequenzen haben die Tiere zu
tragen. Stress ausgelöst durch das
Getränge schwächt Immunsystem der Tiere
zusätzlich und ist damit oft Auslöser
für Krankheiten und den Tod vieler
Hühner.
Durchschnittlich sterben auch in
alternativen Haltungsformen fast 12%
aller Tiere an Verletzungen oder
Krankheiten, bevor sie in noch
jugendlichem Alter vom vielen Eierlegen
so ausgelaugt sind, dass sie getötet
werden. Hennen könnten eigentlich bis zu
15 Jahre alt werden, aber in der
heutigen Eierindustrie werden sie alle
nach 12 bis 15 Monaten Legeit
erbarmungslos getötet. Sogar in
Bioschlachthöfen wie diesem werden die
sensiblen Hühner gewaltvoll an den Füßen
in die Metallbügel der Förderketten
eingehakt, sodass die Tiere mit dem Kopf
nach unten
hängen. Wegen des Zeitdrucks kommt es
hierbei nicht selten zu schmerzhaften
Knochenbrüchen. Die wehrlosen Tiere
sollen dann durch ein Elektrowasserbad
betäubt werden. Oft sind die Hennen
jedoch nicht vollständig betäubt, sodass
ihnen bei vollem Bewusstsein der Hals
aufgeschnitten wird.
Diese Bilder des Ermittlerteams von
Animal Equality belegen klar, dass auch
in alternativen Haltungsformen, trotz
verschiedener Biosiegel und dem Bemühen
der Betreiber die Tierhaltung möglichst
artgerecht zu gestalten, die Hühner
dennoch systembedingt schreckliche
Qualen erleiden
müssen. Eine Henne hat in unserer
Gesellschaft den Wert nur weniger Euros.
Eine individuelle Betreuung oder gar
tierärztliche Versorgung kann sich für
die Betreiber unmöglich rentieren. Wenn
fühlende Lebewesen zu
Produktionsmaschinen degradiert werden,
kann dies nur zu Lasten der Tiere
geschehen. Dabei gibt es eine einfache
Lösung, wie wir dieses Leid gemeinsam
beenden können. Millionen Menschen
weltweit haben sich bereits dazu
entschlossen. Sie ersetzen Eier und
Eiprodukte durch schmackhafte
Alternativen und retten mit dieser
Entscheidung unzählige Leben, denn Eier
lassen sich bei einer tierfreundlichen
Ernährung leicht
ersetzen. Rührei kann beispielsweise
durch Rührtofu ausgetauscht werden und
sogar Spiegeleier lassen sich mit einem
Eiersatz mittlerweile rein pflanzlich
zubereiten. Auch beim Backen können wir
auf beinahe unendlich viele Alternativen
zurückgreifen, die nicht den Tod von
liebenswürdigen Lebewesen zurfolge
haben. Sehr viele Menschen haben sich
bereits für Mitgefühl und
Gegenhühnereier entschieden und das
Eiversprechen abgegeben. Mit dem
Versprechen verpflichtet man sich
Hühnereier durch tierfreundliche
Alternativen zu ersetzen und bekommt
hilfreiche Tipps für die Umstellung.
Einige wenige Hennen hatten das Glück,
dem Horror der Eierindustrie zu
entkommen und den Rest ihres Daseins auf
einem Lebenshof zu
verbringen. Lisa ist eine dieser
Glücklichen. Nachdem sie monatelang mit
tausenden anderen Hühnern
zusammengepfergt Eier legen musste,
konnte sie kurz vor ihrem Schlachttermin
befreit werden. Das Leben unzähliger,
fühlender Lebewesen liegt in unserer
Hand. Wir können Hen wie Lisa vor einem
schrecklichen Schicksal bewahren, indem
wir uns für tierfreundliche Alternativen
zu Tierprodukten entscheiden. เฮ