Recherche: Schockierende Zustände in englischem Schweinezucht-Betrieb dokumentiert

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Unser Ermittlungs-Team von Animal Equality UK hat in sechs Undercover-Einsätzen die Brutalität in der britischen Schweinezucht aufgedeckt.

Die Aufnahmen zeigen Mitarbeitende, die Ferkel töten, indem sie die Tiere gegen Betonwände werfen. Mutterschweine sind in engen Käfigen eingesperrt. Unsere Ermittler*innen fanden zahlreiche verletzte und tote Tiere in der Anlage.

Der untersuchte Betrieb in Devon beliefert Tesco, Großbritanniens größte Supermarktkette, und ist mit dem Tierwohl-Label von Red Tractor zertifiziert. Bereits 2017 hat Animal Equality schlechte Haltungsbedingungen der Schweine in der Cross Farm aufgedeckt. Bei sechs Einsätzen zwischen Ende 2023 und Mitte 2024 haben wir nun erneut schockierende Zustände dokumentiert.

Erfahre mehr über die neueste Undercover-Recherche aus Großbritannien in unserem Artikel: https://animalequality.de/neuigkeiten/2024/07/17/schockierende-zustaende-in-englischem-schweinezucht-betrieb-dokumentiert/

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Transcript (German — de-x-autogen)

Der Ermittler sagte, hier riecht es nach Tod.
Den Gestank der mir dann entgegen kam,
kann man sich nicht vorstellen.
Dann war sie vor uns. Die Tonne mit den toten Ferkeln.
Ich war schockiert.
Dann wurde ich traurig als ich die Mutterschweine sah.
Sie werden viele Jahre ihres Lebens in diesen engen,
aneinandergereiten Käfigen verbringen müssen.
Die meisten Menschen werden niemals selbst einen
Tierhaltungsbetrieb von innen sehen.
Ich empfinde es als meine Pflicht, zu tun.
Diese grausamen Orte bleiben meistens im Verborgenen.
Und auch die Tiere, die dort gefangen sind.
Aber die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die
Wahrheit.
Ende 2023 und Anfang 2024 dokumentierte Animal
Equality die Zustände auf der Crossfarm in Devon, UK.
Auf dem Gelände werden schätzungsweise 12.000 Schweine
gehalten.
Nach intensiver Recherche fanden wir heraus,
dass dieser Betrieb Tesco,
Großbritanniens größte Handelskette,
beliefert und mit dem Tierwohl-Label Retractor
zertifiziert ist.
Es ist nicht das erste Mal, dass wir in der Crossfarm waren.
Bereits 2017 haben wir dort schlechte Haltungsbedingungen
aufgedeckt.
Nun sind wir zurückgekehrt, um zu sehen,
ob sich etwas geändert hat
Bei unserem letzten Besuch haben wir über 100 Stunden
Filmmaterial gesammelt.
Und was wir entdeckt haben, ist erschütternd.
Was wir dokumentiert haben.
Mutterschweine, die in so kleinen Käfigen eingesperrt waren,
dass sie sich nicht umdrehen konnten.
Ferkel, die gegen eine Betonwand geworfen wurden, um sie zu
Töten.
Tote und sterbende Ferkel,
sowie die Überreste eines Ferkels da schon sehr lange
tot war.
Und Ferkel, denen ohne Betäubung schmerzhaft die Zähne
gekürzt und die Schwänze amputiert
Wurden.
Ich kann dir aus erster Hand sagen,
dass landwirtschaftlich genutzte Tiere nicht still leiden.
Schweine die wegen ihres Fleisches gezüchtet werden,
schreien, weinen und flehen um unsere Hilfe.
Bist du bereit, ihnen zuzuhören?
Zehn Millionen Schweine werden jedes Jahr im Vereinigten
Königreich geschlachtet.
Fast alle von ihnen werden in Betrieben wie der Crossfarm
Geboren.
Mutterschweine werden in winzigen Käfigen,
den sogenannten Abwerkelkäfigen, gehalten,
in denen sie sich nicht einmal umdrehen können.
Metallstangen trennen die Mütter und ihre Jungen beim
Säugen.
Wegen des starken Stresses für diese intelligenten Tiere
weisen viele von ihnen verzweifelt in die Käfigstäbe.
Auf der Crossfarm bekommen sie zur sogenannten Beschäftigung
nur einen Holzklotz oder ein Stück
Plastik.
Ihr Leben ist geprägt von massiver Enge.
Die Mutterschweine verbringen im Durchschnitt 20%
ihres Lebens in diesen
Käfigen.
Schon bei meinem ersten Besuch auf der Crossfarm habe ich
ein Mutterschwein bei der Geburt beobachtet.
Erschöpft versuchte sich die Mutter hinzulegen,
wobei sie beinahe alle ihre Jungen erdrückt hätte.
Wir haben Dutzende von toten Ferkeln in diesen
Käfigen gesehen.
Viele waren nur Zentimeter von ihren Müttern entfernt.
In den Unterlagen sehen wir,
dass die meist neugeborenen Ferkel versehentlich von ihrer
Mutter erdrückt wurden.
Andere waren verhungert oder krank.
Nachdem wir gesehen haben,
was nachts auf der Crossfarm passiert, wollten wir wissen,
was tagsüber vor sich geht.
Fünf Tage lang haben wir Aufnahmen in einem sogenannten
Abferkelraum gemacht.
Wir Haben dokumentiert,
dass Mitarbeitende routinemäßig die Zähne und Schwänze von
Ferkeln abschneiden.
Eine Praxis, die in vielen Betrieben im Vereinigten
Königreich üblich ist.
Kranke oder verletzte Ferkel wurden von Mitarbeitenden
routinemäßig gegen eine Betonwand geschleudert, um sie zu
Töten.
Obwohl diese Praxis namens Thumping als Verstoß gegen das
Tierschutzgesetz eingestuft
Wurde.
Die Mitarbeitenden wurden auch dabei gefilmt,
wie sie Ferkel quer durch den Raum warfen.
Diese Schweinemutter musste verzweifelt dabei zusehen,
wie ihr ihre Jungen von einem Mitarbeitenden weggenommen
wurden, aber er hatte kein Mitgefühl für
Sie.
Ich hatte die Möglichkeit,
diesen Tieren während ihres kurzen und grausamen Lebens in
die Augen zu sehen.
Und im selben Augenblick musste ich sie zurücklassen,
wohl wissend, welches Schicksal sie erwartet.
Kein Speck und keine Wurst ist ihr Leid wert.
Für uns ist es nur eine Mahlzeit. Für sie ist es ihr ganzes
Leben.
Bitte streiche tierische Produkte von deinem Speiseplan.
Die Crossfarm ist mit dem Tierwohl Label Retracted
zertifiziert,
beliefert Tesco und hat in der Vergangenheit sogar
Auszeichnungen in der Branche erhalten.
Trotz dieser Referenzen hat Animal Equality zu drei
verschiedenen Zeitpunkten extremes Tierleid auf der
Crossfarm dokumentiert.
Wir fordern, dass die Behörden handeln und diese und andere
Betriebe für ihre Handlungen zur Rechenschaft ziehen.