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Oktober 21, 2025

Europäische Kommission verrät Millionen von Tieren: Keine Tierschutzreform im Arbeitsprogramm 2026 erwähnt

Bleibt die erfolgreiche Bürgerinitiative „End the Cage Age” ohne Konsequenzen?

Die international tätige Tierschutzorganisation Animal Equality kritisiert die Europäische Kommission, nachdem das Arbeitsprogramm 2026 keinen Hinweis auf eine Tierschutzreform enthält. Die Organisation spricht von „Verrat” an 1,5 Millionen europäischen Bürger*innen und kündigt weitere Proteste an, bis die Kommission ihr Versprechen eines EU-weiten Käfigverbots einlöst.

Berlin, 21.10.2025

Animal Equality kritisiert das Versagen der Europäischen Kommission: Das heute veröffentlichte Arbeitsprogramm 2026 enthält keinen Hinweis auf einen Gesetzesvorschlag zur Reform der Tierschutzgesetze und signalisiert damit, dass Tierschutz keine Priorität hat. Millionen europäischer Bürger*innen haben das Ende der Käfighaltung und echten Schutz für sogenannte Nutztiere gefordert – doch die Kommission hat sich entschieden, ihre Stimmen und das Leiden der Tiere zu ignorieren.

„Das ist Verrat. Die Europäische Kommission hat versprochen, Tiere zu schützen, und doch deutet alles darauf hin, dass dieses Thema keinerlei Priorität hat. Wir bereiten uns darauf vor, unsere Proteste und weitere Maßnahmen zu intensivieren, bis die Kommission ihr Versprechen eingelöst hat“, sagt Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality in Deutschland.

1,5 Millionen Bürger*innen in ganz Europa haben mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „End the Cage Age” das Ende der Käfighaltung gefordert. Diese Forderung zu ignorieren, ist nicht nur ein politisches Versagen – es ist ein moralischer Skandal. Der Ausschluss der Gesetzesreform aus dem Arbeitsprogramm 2026 zeigt eine alarmierende Ignoranz gegenüber den Bürger*innen als auch den Tieren – und wirft die Frage auf, ob hier die Interessen der Industrie über den demokratischen Prozess gestellt werden.

„Die Kommission bricht ihr Versprechen gegenüber Millionen von Menschen und Tieren”, erklärt Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland. „Das Eurobarometer zeigt klar: 85 % der EU-Bürger*innen fordern strengere Tierschutzgesetze. Die Tatsache, dass die Gesetzesreform im Arbeitsprogramm 2026 nicht erwähnt wird, zeigt deutlich, dass dies keine Priorität für die Europäische Kommission hat.“

Animal Equality fordert, dass die Europäische Kommission den Gesetzesvorschlag umgehend offiziell in der Planung für 2026 priorisiert, einschließlich eines Käfigverbots und strengerer Tierschutzmaßnahmen für sogenannte Nutztiere. 

Hintergrund:
Das EU-Arbeitsprogramm der Kommission legt die legislativen Prioritäten für das kommende Jahr fest. Die Nichtaufnahme der Tierschutzreform stellt einen Bruch mit den Zusagen dar, die nach der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age” mit 1,5 Millionen Unterschriften gemacht wurden.

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Über Animal Equality

Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenlose pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.

Pressekontakt Animal Equality

Animal Equality Germany e.V.
Larissa Fries
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