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135 HÜHNER PRO MINUTE

Liebe*r Unterstützer*innen,

ich bin Sean, der internationale Leiter der Undercover-Recherchen von Animal Equality.

Als jemand, der die E-Mails von Animal Equality liest, hast du ja sicher schon viel darüber nachgedacht, was Tiere in landwirtschaftlichen Tierhaltungsbetrieben durchmachen müssen. Aber hast du dir mal einen Moment Zeit genommen, um darüber nachzudenken, wie eine Welt ohne Tierquälerei und Tierausbeutung aussehen könnte?

Auch wenn es seltsam klingt. Ich stelle mir vor, wie ich in einen der Schlachthöfe zurückkehre, in denen ich früher ermittelt habe. Ich stelle mir vor, wie ich am Ende der Straße stehe, die dorthin führt.

Schweine in einem Schweineschlachthof

Ich gehe die Straße hinunter und erreiche den Schlachthof. Es gibt keine Fenster und es ist nicht offensichtlich, wo die Tür ist, aber ich finde sie nach einer Weile und gehe hinein. Sobald ich sehe, wo ich bin, erkenne ich es wieder, und ich erinnere mich an das erste Mal als ich hierherkam. Es war ein Hühnerschlachthof und ich sehe alles wieder ganz genau vor mir.

Ich sehe, wie die Hühner aus den Kisten auf das Schlachtband gekippt werden, und jedes Huhn sich nach dem Aufprall verwirrt umschaut, fast erstickt durch den nicht enden wollenden Haufen von Hühnern, bevor ein anderes Huhn auf es fällt. Die Arbeiter*innen stehen in der Nähe, bereit, sie zu packen.

Dann zerren die Arbeiter*innen die Hühner in die Luft und schlagen ihre Beine in die Fesseln, die an einem an der Decke entlanglaufenden Seil hängen. Daran werden die Hühner in einen anderen Raum befördert, wo eine sich drehende Klinge ihre Kehlen durchschneidet.

Hühner in einem Hühnerschlachthof

Ich sehe dieses enorme Ausmaß an Leid vor mir. Ich sehe die Intensität, mit der die Tiere getötet werden … etwa 135 Hühner pro Minute. Und während ich das alles sehe, kann ich das Blut und die brennenden Federn riechen.

Und dann bin ich plötzlich wieder in dem Raum, zurück in der realen Welt, und als ich in den Schlachthof hinaufschaue, ist da nichts. Nur ein leerer Raum.

Statt hängender Hühner gibt es in dieser Welt ohne Tierquälerei nur leere Fesseln. Und ein Tisch in der Mitte des Raumes, der mit Spinnweben bedeckt ist.

Und in diesem Moment wird mir klar, was ich getan habe. Mir wird klar, dass der Schlachthof leer ist und dass keine Tiere mehr leiden. Und ich erkenne die Welt, die wir geschaffen haben.

ein verlassenes Gebäude der Tierhaltungsindustrie

Was stellst du dir vor, wenn du an eine Welt denkst, in der Tiere frei sind? Was auch immer es ist, ich weiß, dass wir es Wirklichkeit werden lassen können. Vor allem, weil ich weiß, wie weit wir schon gekommen sind. Vor über zwei Jahrzehnten begann ich meine investigative Arbeit mit fast nichts. Damals gab es Animal Equality noch gar nicht. Es gab nur mich und meine Kamera. 

Und jetzt, nach Jahren harter Arbeit, traue ich meinen Augen nicht, wenn ich sehe, dass es Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gibt, die für die Tiere kämpfen. Ich sehe Undercover-Recherchen im Fernsehen und Schlagzeilen in den Zeitungen. Menschen, die Petitionen im Internet unterschreiben und teilen, und immer mehr Menschen, die in den Supermärkten pflanzliche Lebensmittel kaufen.

Und was am wichtigsten ist: Ich sehe, dass dieser Einsatz wirkt. Ich sehe, dass sich überall auf der Welt etwas für die Tiere ändert, und zwar etwas, das auch wir bewirkt haben:

  • Das Verbot von Käfigen für landwirtschaftlich genutzte Tiere in der Europäischen Union.
  • Das Verbot in Italien, männliche Küken in der Eierindustrie zu töten.
  • Die mexikanischen Bundesstaaten Jalisco, Puebla und Hidalgo haben zum ersten Mal Gesetze zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren erlassen.
  • Das Verbot der Einfuhr von Stopfleber in Indien.

Ich finde es ermutigend und inspirierend, zu sehen, wie weit wir gekommen sind. Und dennoch dürfen wir nie die Dunkelheit vergessen, mit der wir uns heute noch auseinandersetzen müssen.

Ich schreibe dir heute, weil sich in diesem Monat das Jahr jährt, in dem wir eine Recherche veröffentlicht haben, die die Welt erschüttert hat. Unsere Ermittler*innen besuchten einen brasilianischen Schlachthof, wo sie Bilder aufnahmen, die Rinder zeigen, die in den letzten Monaten ihrer Schwangerschaft getötet werden.

Die Aufnahmen zeigen ein ungeborenes Kalb, das im Bauch seiner Mutter zappelt, während diese getötet wird und verblutet. Sie zeigen Kälber, die ihren Müttern aus dem Leib gerissen und auf dem Boden des Schlachthofs abgelegt werden. Es ist entsetzlich, und doch ist das alles in vielen Ländern legal und wird auch heute noch praktiziert.

Tatsächlich hat die Zahl der geschlachteten trächtigen Rinder im Laufe der Jahre dramatisch zugenommen. In Brasilien werden jedes Jahr 43 Millionen Kühe geschlachtet, von denen etwa 650.000 zusammen mit ihrem ungeborenen Kind sterben. Und das geschieht nicht nur in Brasilien. 

In Deutschland wurde die Tötung von Rindern im letzten Drittel der Schwangerschaft zwar verboten, für Ziegen und Schafe bleibt sie jedoch erlaubt. Daran zeigt sich: Die Grausamkeit der Tierhaltungsindustrie kennt wirklich keine Grenzen, und wir dürfen nie vergessen, wie rücksichtslos sie ist.

Ich habe mir diese Woche einen Moment Zeit genommen, um der Rinder und ihrer Babys zu gedenken, die jeden Tag durch die Hände der Tierhaltungsindustrie getötet werden. Und mit jedem Tag, an dem die landwirtschaftliche Tierhaltung fortgesetzt wird, werden mehr dieser Tiere getötet werden.

Auch wenn wir wirklich große Fortschritte auf dem Weg zu der Welt machen, die wir uns alle wünschen, eine Welt, in der Tierquälerei der Vergangenheit angehört … Wir müssen einfach schneller vorankommen.

Ich werde nie die einzelnen Tiere vergessen, die vor meinen Augen getötet wurden. Ich habe ihnen in die Augen geschaut und ihr Leid gesehen. Und an sie zu denken, erinnert mich immer wieder daran, dass wir keine Zeit zu verlieren haben. Die landwirtschaftliche Tierhaltung hat sich auf der ganzen Welt wie eine Krankheit ausgebreitet, und sie wird nicht geheilt, wenn wir nicht weiter kämpfen.

Und wenn ich sage „wir“, dann meine ich Menschen wie dich und mich.

Die mutigen verdeckten Ermittler*innen von Animal Equality setzen sich weiterhin an vorderster Front ein, um die unvorstellbare Brutalität aufzudecken, die in der Tierhaltung auf der ganzen Welt begangen wird. 

Unsere schlagkräftigen Ermittlungen haben zu bedeutenden Veränderungen für landwirtschaftlich genutzte Tiere in 13 Ländern weltweit geführt, und unsere Bemühungen haben öffentliche Diskussionen in Gang gesetzt und Millionen von Menschen mobilisiert, die nun mehr für die Tiere fordern.

Erst vor wenigen Wochen ist es uns gelungen, im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo ein Verbot der Schlachtung von Rindern in der späten Schwangerschaft durchzusetzen. Veränderungen sind möglich, aber wir müssen einfach noch mehr tun, um die Tiere zu schützen.

Unsere Ermittler*innen können ihre wichtige Arbeit nicht ohne deine Unterstützung leisten. Es ist dein unermüdliches Engagement für unsere Mission, das es uns ermöglicht, der Welt den schockierenden Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft zu zeigen.

Heute hast du die unglaubliche Gelegenheit, Tieren wie den trächtigen Rindern und ihren Babys zu helfen. Oder den Rindern, denen ihre Kälber schon kurz nach der Geburt weggenommen werden. Denn gerade jetzt verdoppelt ein anderer großzügiger Unterstützer jede Spende an Animal Equality ohne zusätzliche Kosten für dich.

Das heißt, wenn du heute für die Tiere spendest, wird der andere Spender genau die gleiche Summe spenden wie du: Die Tiere erhalten doppelt so viel Hilfe.

Nehmen wir zum Beispiel an, du entscheidest dich, heute eine Spende von 20 Euro an Animal Equality zu tätigen. Der andere Spender würde ebenfalls 20 Euro spenden. Das bedeutet, dass du für eine Spende von 40 Euro sorgen würdest, mit der Tieren geholfen werden kann. Das ist eine unglaubliche Gelegenheit.

Und es gibt sogar eine noch größere Chance. Der Spender hat nämlich auch zugesagt, alle monatlichen Spenden für ein ganzes Jahr lang zu verdoppeln. Das heißt, wenn du heute eine monatliche Spende zur Unterstützung von Tieren einrichtest, wird der andere Spender zwölf Monate lang jeden Monat genau die gleiche Summe spenden wie du.

Mit einer solchen regelmäßigen Spende können wir so viel für die Tiere tun, weil sie die Planbarkeit unserer Aktionen, Undercover-Recherchen und Kampagnen deutlich erhöht. Das ist wirklich eine tolle Chance, etwas Gutes in der Welt zu tun.

Lass dir diese Gelegenheit nicht entgehen, Tieren zu helfen und die Zukunft zu schaffen, von der wir alle träumen. Eine Zukunft, in der alle Tiere frei sind.

zwei Kühe auf einem Lebenshof

Bitte spende noch heute.

Mit besten Grüßen

Sean